Die Synagoge |
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Zwischen 1727 und 1730 läßt ein Veitshöchheimer Jude die Synagoge erbauen. Die äußere Bauform ist einheimischer Bauweise angeglichen, das Innere birgt ein barockes, tonnenüberwölbtes jüdisches Bethaus mit zentraler Bima (Lesekanzel) und Toraschrein.
1938 muß die Synagoge von der nur noch 12 Mitglieder zählenden jüdischen Gemeinde für 200 Reichsmark an die politische Gemeinde Veitshöchheim abgegeben werden. 1940 wird sie dann in ein Feuerwehrhaus umgebaut. Der Besitzwechsel bewahrt die Synagoge jedoch vor Zerstörung oder Beschädigung in der Pogromnacht vom 9. November 1938. Bei Umbau- und Renovierungsarbeiten in der Synagoge werden 1986 im Boden große Teile der alten Inneneinrichtung gefunden. Mit Hilfe dieser Originalfragmente und von Fotografien aus dem Jahr 1926 kann die Veitshöchheimer Synagoge komplett wieder hergestellt werden. Damit ist sie die einzige vollständig eingerichtete historische Synagoge im Raum Unterfranken. Der Vorsänger und Lehrer der jüdischen Gemeinde in Veitshöchheim lebte in einer Wohnung direkt im Synagogengebäude. Er leitete die Gottesdienste und hielt den Schulunterricht. Die vier Zimmer der ehemaligen Wohnung werden heute als Museumsräume genutzt, in denen das jüdische Schulwesen und die Geschichte der Synagoge Veitshöchheim dargestellt sind. Im Synagogengebäude befindet sich eine Mikwe (Ritualbad), die mit Grundwasser gespeist und für rituelle Waschungen genutzt wurde. |
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