Das Schloss |
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Ab 1680 wird in der nordöstlichen Gartenregion ein "Sommer- oder Lusthaus" für Aufenthalte des Fürstbischofs und seiner Gäste gebaut. Südlich des Schlosses erstreckte sich ein Gehölz für Fasane und Wild. Das Schloss scheint in der Folge als Jagdschloss gedient zu haben. Es bestand aus rechteckigen Mittelbau mit turmartigen Anbauten an den Ecken. Vom Saalraum im Erdgeschoss führten Arkaden ins Freie. Eine Wendeltreppe im Nordwestturm führte in den oberen Stock. 1749 wird das Schloß nach Plänen von Balthasar Neumann um Anbauten an den Schmalseiten vergrößert. Eine dreiteilige Treppenanlage führt nun in den ersten Stock in den großen Saal, von dort aus schließen sich Billardzimmer, ein komplettes Appartement mit Vorzimmer, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Dienerschaftszimmer an, sowie gegenüber auf der anderen Gebäudeseite ein Gästeappartement mit eben so vielen Räumen. Im Erdgeschoss lagen die fürstliche Garderobe, das Kavalierspeisezimmer, die Wohn- und Schlafzimmer des Obristkämmerers und des Oberhofmarschalls sowie Dienerschaftsräume. Die Räume geben eine sehr private Atmosphäre wieder und eigneten sich nicht für die Unterbringung größerer Gesellschaften. 1806-1814 - nach der Säkularisation - war das Schloß in den Sommermonaten von Großherzog Ferdinand von Toskana bewohnt, der in dieser Zeit in Würzburg residierte. Seit 1814 ist das Schloss im Besitz der Bayerischen Krone und wurde im 19. Jahrhundert von der königlichen Familie ebenfalls als Sommerschloss genutzt. Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Teile des Erd- und Obergeschosses als Wohnungen genutzt. Erst durch die Restaurierung von 1931/32 wurden alle Räume des Obergeschosses wieder als historische Schauräume ausgestattet und das Schloss der Öffentlichkeit als Museum zugänglich. Eine umfangreiche Renovierung des Gebäudes, der Zimmereinrichtungen und der technischen Ausstattung des Schlosses wurde 2005 abgeschlossen. Alle Räume können wieder besichtigt werden, zusätzlich informiert eine Ausstellung im Erdgeschoß übder den Hofgarten. |
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