Geschichte
1619 Erwerb des Reinstein-Schlosses (südöstlich der Pfarrkirche St. Vitus) und des Echter-Schlosses (an der Stelle des heutigen Rathauses) mit den dazugehörigen Ländereien durch das Hochstift Würzburg, Nutzung des Geländes als Fasanerie, Tiergarten und zur Jagd.

1629 Jörg Oth als erster Hofgärtner erwähnt

1680-1682 Bau eines "Sommer- oder Lusthauses" im Hofgarten unter Fürstbischof von Dernbach durch den Werkmeister Heinrich Zimmer.

1702/03 Umwandlung des Jagd- und Tiergartens in einen barocken Ziergarten unter Fürstbischof Johann Philipp von Greiffenclau (Schloßterasse, Umfassungsmauer, Großer See), Fortsetzung der Arbeiten unter seinen Nachfolgern Johann Philipp Franz von Schönborn, Anselm Franz von Ingelheim und Carl Philipp von Greiffenclau.

1721 "Kleiner See" im Hofgarten unter Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn.

1721 ältester erhaltener Gartenplan

1748/49 Abriss des Echter-Schlosses zur Errichtung des Kavaliersbaus (heute Rathaus) unter Fürstbischof Anselm Franz von Ingelheim, Abriss des Reinstein-Schlosses zum Bau von Küchen- und Nebengebäuden (heute "Ratskeller") unter Fürstbischof Carl Philipp von Greiffenclau.

1753 Erweiterung des Schlosses durch Balthasar-Neumann unter Fürstbischof Carl Philipp von Greiffenclau.

1763-1779

Umgestaltung des Hofgartens zum Rokokogarten unter Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim. Figurenauschmückung durch die Bildhauer Ferdinand Tietz (1765 - 1768) und Peter Wagner (1772 - ca. 1780), z.B.:

  • Parnass (1766)
  • Chinesischer Pavillon (1768)
  • Grotten- oder Schneckenhaus (1772/73
  • Kaskade (heute zerstört) (1772/73).
1780 Gartenplan von Johann Anton Oth.

1803

Aufhebung des Hochstifts Würzburg nach der Säkularisation
Der Garten droht, zu verwildern.

1806 - 1814 Regentschaft der Herzöge von Toscana in Würzburg, Sommerresidenz in Veitshöchheim.

1814 Franken und Würzburg werden Teil des Königreichs Bayern. Der Garten ist nun königlicher Hofgarten und Sommerresidenz der bayerischen Könige.

1823 König Max I. Joseph entscheidet, den Garten in seiner ursprünglichen Anlage zu erhalten.

ca. 1825 Pflanzung der Trauerweiden am großen See und der Platanen am Rondell.

1919 Die Bayerische Schlösserverwaltung übernimmt Park und Schloß Veitshöchheim. Nutzung des Gartens durch die staatliche Lehranstalt für Wein- und Gartenbau bis 1958.

1927

Aufstellung der ersten Kopien, Originalfiguren werden im Mainfränkischen Museum aufbewahrt.
Erste denkmalpflegerische Maßnahmen zur Erhaltung des Gartens.

1945 Zerstörung der Kaskade und des Pavillons im Lindensaal.

1997/98 Wiederherstellung des Küchengartens.

2000 :Bezug des Landkreisgymnasiums

Einweihung des neuen Kinderhorts und der sanierten Eichendorffturnhalle

:

2001

Einweihung der Kläranlage

Regenrückhaltebecken Ziegelhüttengraben

2002: Auflösung der Panzerbrigade 36/ Einrichtung der Division Luftbewegliche Operationen (DLO) in der Balthasar -Neumann -Kaserne

Fertigstellung des Neubaus der Abteilung Landespflege der Landesanstalt

2003:

Erweiterung der Eichendorffschule (Grund- und Hauptschule mit Mittagsbetreuung, Hort und Ganztagsbetreuung)

Renovierung von Turm und Außenfassade der St. Vitus-Kirche

Erweiterung des Berufsförderungswerkes für erwachsene Blinde und Sehbehinderte

2004

Kommunalunternehmen des Landkreises Würzburg übernimmt Müllabfuhrzweckverband

Baugebiet Speckert VI

Neugestaltung der Bahngleise durch die Bahn AG

Beginn der Sanierung des Geisbergbades

2005

Ausbau und Neugestaltung der Würzburger Strasse

Wiedereröffnung des Hofgartenschlosses nach umfassender Sanierung; Eröffnung einer neuen Dauerausstellung zur Geschichte des Veitshöchheimer Hofgartens

Ferigstellung der Beckensanierung im Geisbergbad

2006:

Trinkwasserbrunnen "Kalter Berg" im Netz

Partnerschaft mit Rotava (Rothau) in Tschechien

2007

Einweihung der Rudi-Sebold-Halle der Turngemeinde Veitshöchheim

Einweihung des neu erbauten Kiosk- und Umkleidegebäudes des Geisbergbads

2008: Sanierung der Würzburger Strasse
2009

:Anlage des Weges der Jahresbäume

Eröffnung des Weinlehrpfads

Kneipp-Wassertretanlage am Main

Teilnahme am bundesweiten Wettbewerb "Entente Florale" mit zahlreichen Aktionen

Goldmedaille für Veitshöchheim beim Wettbewerb "Entente Florale"

weitere Informationen:

F. Mader, Die Kunstdenkmäler von Unterfranken und Aschaffenburg. Heft III. Bezirksamt Würzburg (1911).
H. Kreisel, Schloß und Garten Veitshöchheim (1932).
H. Kreisel, Der Hofgarten Veitshöchheim (1953).
B. v. Roda, Adam Friedrich von Seinsheim. Auftraggeber zwischen Rokoko und Klassizismus (1980).
Bernhard Wolfgang Lindemann, Ferdinand Tietz (1989).
Ferdinand Werner, Der Hofgarten in Veitshöchheim (1998).
Burkard von Roda/Walter Tunk, Veitshöchheim. Schloß und Garten. Amtlicher Führer der Schloß- und Gartenverwaltung, (9. Aufl. 2001)